Mittwoch, 22. Dezember 2010

Weihnachten klopft an die Tür

Die Winterhochzeit war wirklich einmalig. Auf einem alten Schloss neben einer Kirche und vor einem großen Wald hat sich das Brautpaar das Ja-Wort gegeben. Ich war bei der Kirche schon total beeindruckt und konnte gar nicht genug fotografieren. Das Brautpaar wird die Qual der Wahl bei der Entscheidung haben, denn 500 Fotos sind echt ne Menge.

Ich hab das Brautpaar auch gefragt, ob ich ihre Fotos hier ausstellen kann, die Location ist wirklich so atemberaubend, dass sich andere Brautpaare, die noch einen Fotografen suchen, vielleicht von diesen Bildern überzeugen lassen.

Momentan bastel ich gerade an meiner Website, die muss endlich mal aufgebaut werden. Nur war ich in letzter Zeit so mit Terminen zu bombardiert, dass ich zu nichts anderem mehr kam. Schlafen, Essen, Fotografieren, Entwickeln, Schlafen... So war mein Tagesablauf in den letzten Wochen. Aber ich möchte mich nicht beklagen, ich hatte wirklich riesiges Glück, so einen Start zu bekommen, andere Selbstständige müssen erst ziemlich viele Flauten hinnehmen, bis sie schwarze Zahlen schreiben.

Besonders jetzt, kurz vor Weihnachten merkt man, dass viele Leute noch krampfhaft Geschenke suchen und dann eben doch wieder ein Bild für die Liebsten machen lassen. :) Aber mir würde es wahrscheinlich nicht anders gehen, in Sachen Geschenke bin ich wirklich eine absolute Niete. Für meine Freundin habe ich auch noch keins. Das blöde ist, dass ich sie ja noch nicht so lang kenne und da fällt es viel schwerer, was zu finden. Vor allem, wenn man überhaupt keine Zeit hat, irgendwas zu finden.

Deswegen suchte ich gestern nach Schmuck, den ich im Internet bestellen konnte. Nach einigem Suchen fand ich echt hübsche Ohrringe von Fossil, ihrer Lieblingsschmuckmarke und bestellte sie. Ich hoffe, dass sie rechtzeitig ankommen, schließlich will ich zu Heiligabend nicht ohne Geschenk da stehen. :(

Samstag, 4. Dezember 2010

Aufträge über Aufträge

Neulich hatte ich ein wirklich schönes Shooting. Ein junges Elternpaar kam mit ihrer viermonatigen Tochter und wollte Weihnachtsfotos haben. Sie war noch dick eingemummelt, deswegen konnte ich sie gar nicht sehen. Sie schilderten mir ihre genauen Wünsche und wir fingen an.

Die Kleine heißt Lilly und ist ein sehr aufgewecktes Mädchen. Sie war fasziniert von der Kamera und schaute immer ganz erstaunt. Die Bilder mit dem erstaunten Gesichtsausdruck sind auch am besten geworden. ;)

Nur einmal hat sich angefangen zu weinen, aber da kam schon Mama und hat sie schnell wieder beruhigt. Das Shooting hat insgesamt 2 Stunden gedauert, als die Bilder fertig waren, ist Lilly erst mal eingeschlafen.

Momentan hab ich nur Kindershootings, mit den Bildern werden Großeltern, Mamis, Papis oder andere Verwandten überrascht. So sehr ich diese Art von Shooting mag, wird es trotzdem allmählich eintönig.

Umso mehr freut es mich, dass ich bald ein großes Shooting außerhalb habe, denn ob mans glauben mag oder nicht, kurz vor Weihnachten finden tatsächlich noch Hochzeiten statt. Bei der Kälte sollte man eigentlich meinen, dass Brautpaare diese Jahreszeit meiden, aber dem ist nicht so. Ich fahre dann zur Kirche und bin für den ganzen Tag gebucht. Das gute an der Location, wir müssen kein einziges Mal raus, denn die Kirche ist mit dem Schloss verbunden.

Ich vermute sogar, dass man im Sommer weniger bezahlt als im Winter, die Locations sind oftmals zwar billiger, aber dafür wird im Winter mehr und herzhafter gegessen. Außerdem trinkt man bei der Kälte mehr.

Ich bin schon gespannt wie die Hochzeit wird, eine Hochzeit in Weiß habe ich auch noch nicht erlebt. ;)

Manchmal muss ich mich noch kneifen, um mich daran zu erinnern, dass das alles kein Traum ist, sondern dass ich das wirklich alles real erlebe, meine Selbstständigkeit, mein Erfolg, mein Leben.

Samstag, 27. November 2010

Weihnachtlich

Nun steht der erste Advent vor der Tür und ich bin dabei mein Studio weihnachtlich zu schmücken. Da ich total auf die erzgebirgische Handwerkskunst abfahre, war ich letzte Woche in Seiffen und habe mir ein paar neue Figuren und Schwibbögen dazu gekauft. Unglaublich wie teuer die Dinger geworden sind, als ich in meiner Kindheit mit meinen Eltern dort war, haben die gerade mal halb so viel gekostet und das fanden meine Eltern schon teuer. Aber dadurch, dass sogar Touristen aus Amerika kommen um die Kunst zu bewundern und zu kaufen, steigen die Preise, ist ja logisch.
Engel

Jedenfalls habe ich meine Sammlung ein wenig vergrößert. Zu meinen Bauchladenkindern und dem traditionellen Schwibbogen ist noch ein großer beleuchteter dazugekommen und ein paar Räuchermännchen, von den ich nie genug kaufen kann. Als ich dann in einem der zahlreichen Läden dort war, erfuhr ich vom Verkäufer, dass man die Sachen auch online bestellen kann. Na toll, dachte ich, da fahre ich hier extra hin und dann hätte ich das bequem von zu Hause aus machen können. Aber eigentlich war es ganz schön wieder einmal dort gewesen zu sein, die Atmosphäre dort ist einfach traumhaft und da dort die Hauptzeit des Verkaufes noch nicht begonnen hatte, war es nicht so überfüllt wie zur Weihnachtszeit.
Mein Studio wird jetzt schön geschmückt und ein paar Weihnachtsutensilien muss ich mir noch besorgen, ich habe viele Aufträge von Müttern, die ihre Kinder für Oma und Opa oder Tante und Onkel weihnachtlich fotografiert haben wollen.
Mit einem sechsmonatigem Baby habe ich solche Fotos auch schon gemacht und sie sind wirklich niedlich geworden, die Eltern haben sich aber auch sehr angestrengt, dass die Kleine immer lacht und lieb guckt, denn zwischendurch war sie ganz schön quengelig.
Ich freue mich auf die Weihnachtszeit!

Dienstag, 9. November 2010

Alles erfolgreich überstanden

Die Eröffnungsfeier war ein absoluter Erfolg!
Bildquellenangabe: Paul-Georg Meister / pixelio.de
Die Bauarbeiten sind in der Nacht noch fertig geworden und ich hab die ganze Nacht noch mit einem Kumpel und einer Freundin dekoriert. Gott sei Dank hatte ich ein Cateringteam bestellt, sonst hätte ich das alles nicht mehr geschafft. Fingerfood und Brötchen schmieren hätte ich nicht mehr geschafft. Zwar hat mich das ein bisschen was gekostet, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Und da die Cateringfirma einen Freund von mir sehr gut kennt, habe ich noch 20% Rabatt bekommen, das war nicht schlecht. ;)

Die Gäste waren begeistert von der Atmosphäre in meinem Fotostudio und das schönste an dem Tag war eigentlich, dass ich 10 Aufträge entgegen nehmen konnte.
Meine Freunde waren absolut überrascht und konnten gar nicht fassen, dass ich mich so kurz nach der Kündigung wieder aufgerafft habe und mich wirklich selbstständig gemacht habe. Meinem Chef hat der Laden super gefallen und ich habe mich nochmal lange mit ihm unterhalten. Dabei habe ich mich bei ihm bedankt, da ich ohne die Kündigung nie diesen Schritt gewagt hätte. Er fragte mich sogar, ob ich auf der Hochzeit seiner Tochter fotografieren könnte, das hat mich sehr geehrt. Als der Tag vorbei war, bin ich glücklich aber hundemüde ins Bett gefallen, ich war nämlich 24 Stunden wach gewesen.
Am nächsten Tag kamen gleich erste Kunden und wollten ihre Begrüßungsgutscheine einlösen. Mein Terminkalender ist jetzt schon so voll, dass ich bis nächstes Jahr März keine Termine mehr frei habe. So sollte es doch sein, dann kann ich gleich noch Kredite abzahlen, die ich für den Anfang brauchte. Denn Ausrüstungen für ein gutes Fotostudio sind wirklich teuer. Aber mit mittelmäßigen Kameras und Belichtungen wollte ich nicht ankommen, denn wenn die Fotos nur mittelmäßig werden, dann kommen die Kunden nicht mehr.
Ich bin gespannt, wie es um Weihnachten noch wird. ;)

Freitag, 8. Oktober 2010

Ich habe es gewagt!

Ich war auf sämtlichen Ämtern und habe sämtliche Seminare absolviert und nun bin ich selbstständiger Fotograf!

Ich kann es selbst noch nicht glauben, aber ich habe es geschafft. Meine Freunde haben mich sehr unterstützt in der Zeit und mir geholfen alles Organisatorisches zu beachten. Nun bin ich dabei mein eigenes Fotostudio einzurichten und alles zu renovieren. Meine Mutter hat mir nämlich so ein großes Haus hinterlassen, dass dort locker 2 Familien drin Platz hätten. Nun habe ich die eine Hälfte des Hauses zu einem Studio umfunktioniert und werde hoffentlich Erfolg haben.

Geld habe ich in der Zeit meiner Arbeit nicht zurückgelegt, da mich die Scheidung Viele Ersparnisse gekostet hat und ein Teil meines monatlichen Gehalts. Mittlerweile muss ich sagen bin ich sehr froh, dass wir keine Kinder hatten, denn die würden mich noch mal ordentlich was kosten.
Nun aber habe ich mich doch an den Porzellanfiguren vergriffen und viel Geld damit verdient. Erst habe ich in einem großen und noblen Antikladen gefragt, ob sie meine Sammlung kaufen möchten, aber sie hatten angeblich kein Platz dafür. Also habe ich mich mal im Internet schlau gemacht und echt was gutes gefunden. Bei Kleinanzeigen Witten habe ich ein paar Leute gefunden, die meine gesamte Sammlung abkaufen würden. Wir schickten uns dann gegenseitig Angebote hin und her und schließlich habe ich den genommen, der den höchsten Preis geboten hat.
Diese kleine Finanzspritze hat mir sehr geholfen bei der Umsetzung der Renovierung meines Hauses. Freunde und Verwandte helfen mir bei den Arbeiten und nun steht mein Studio kurz vor der Eröffnung.

Dadurch, dass Witten nicht all zu groß ist, brauchte ich nur ein bisschen Werbung machen und schon hatte ich den Terminkalender für die nächsten Monate schon fast voll. Ich dachte, dass ein paar Eröffnungsangebote nicht schaden würden und da ich bei denen auch keine Verluste mache, ist alles im grünen Bereich.

Nur habe ich die Befürchtung, dass die Bauarbeiten nicht ganz beendet sein werden, wenn die ersten Gäste kommen, aber dafür habe ich auch schon einen Plan. Ich habe die Aufgaben jetzt so umgeswitcht, dass die unwichtigen Sachen, die man auch mit hübschen Tüchern verhüllen kann zum Schluss in Angriff genommen werden, wichtig sind jetzt erstmal große, auffällige Sachen, die unbedingt bearbeitet werden müssen.

Ich berichte euch das nächste Mal von der Eröffnung und zeige euch dann ein paar Bilder von meinem neu eröffneten Studio.

Übrigens habe ich meinen ehemaligen Chef auch eingeladen. ;)

Samstag, 25. September 2010

Schicksalschlag

Nun ist schon wieder viel Zeit vergangen und ich habe es nicht geschafft, meinen Blog aufzufrischen. Neben der Scheidung und dem Tod meiner Mutter hat mich letzte Woche ein weiterer Schicksalsschlag getroffen. Ich wurde gekündigt. Ich habe mir nie etwas zu schulden kommen lassen, war immer pünktlich, fleißig und freundlich und dann liegt Samstagnachmittag ein Brief in meinem Briefkasten, indem steht, dass meine Abteilung leider etwas verkleinert werden müsse und meine Stelle keinen Platz mehr finde. In anderen Abteilungen gebe es Plätze, die meiner Ausbildung entspreche aber diese leider schon besetzt seien. Sie wünschen mir alles Gute für die Zukunft und viel Glück für die weitere Arbeitssuche. Knall! Das war der Brief, der mich in ein tiefes Loch zog. Ich darf noch 3 Monate arbeiten und muss dann meinen Schreibtisch räumen. Wird sicher schön allen zu sagen, dass man gefeuert wurde und nun arbeitslos ist. Bleiben wir mal realistisch, mit 49 Jahren finde ich keine Stelle mehr als Fachwirt im Bereich Umweltschutz. Es gibt so viele junge Leute, die mehr Energie, Ehrgeiz und Charme besitzen und mich um Längen ausstechen.

Nun sitze ich mit meinem MAC im Café und überlege wie mein Leben weitergehen soll. Vielleicht sollte ich wirklich meinen Traum wahr werden lassen und selbstständiger Fotograph werden. Eigentlich hatte ich geplant, Geld dafür zu sparen um nicht gleich in den roten Zahlen zu stehen, aber daraus wird wohl nichts mehr. Aber wie heißt es so schön, wenn sich eine Tür schließt geht irgendwo ein Fenster auf? Oder so..


Erst muss ich mich um den ganzen Arbeitslosenkram kümmern und mich bemühen nicht im vollständigen Selbstmitleid zu versinken. Mal sehen ob mir das gelingt.

Montag, 26. Juli 2010

Hallo zusammen,

ich bin der Otto und das hier ist mein erster Blog. Ich bin 49 Jahre alt und arbeite als Fachwirt im Bereich Umweltschutz. Vor ein paar Monaten haben meine Frau und ich uns scheiden lassen und nun bin ich wieder Single. Doch leider habe ich mich, wie ich jetzt leider zu spät bemerkt habe, in der Ehe ziemlich gehen lassen. Irgendwie ist man sich zu sicher, dass das alles hält und dass man bis zum Tode zusammen ist, doch dann kriegt die Frau einen Rappel und nimmt sich einen Jüngeren, tja kann man nichts machen. Ich möchte damit ja nicht sagen, dass sie allein an dem Scheitern der Ehe  Schuld ist, aber sie hat einen ordentlichen Teil dazu beigetragen, würde ich sagen.

Neben meinem Beruf bin ich leidenschaftlicher Fotograf, ich liebes es Landschaften zu fotografieren aber auch Momente aufzunehmen. Mittlerweile habe ich mir mit meinem Hobby ein zweites Standbein aufgebaut, denn ich werde oft von Freunden und Bekannten empfohlen und fotografiere dann auf Hochzeiten, Taufen, Konfirmationen und ähnliches. Wenn ich irgendwann nicht mehr als Fachwirt arbeiten kann, werde ich mich selbstständig machen und durch Deutschland reisen. Überall wo ich gebraucht werde, werde ich da sein. ;)

Vor drei Jahren ist leider meine Mutter verstorben, hat mir aber eine ordentliche Sammlung an Porzellanfiguren vererbt. Seitdem bin ich denen verfallen muss ich sagen. Ich habe mir auch schon einige dazu gekauft und stelle sie in einem leeren Zimmer in meinem geerbten Haus aus. Man kann schon sagen, dass das eine richtige Galerie ist. Ich würde wahrscheinlich viel Geld mit dieser Sammlung beim Verkauf verdienen, aber ich könnte es nicht überalls Herz bringen sie zu verkaufen.

Ich bin ein lustiger, leicht korpulenter und markanter Typ und möchte euch in diesem Blog von meinem Leben erzählen.